Wir sind das Habsburger Kollegium in der Piratenpartei.

Wir stellen den Menschen – und damit meinen wir natürlich, den gottesfürchtigen und kaisertreuen Mann – ins Zentrum des politischen und gesellschaftlichen Geschehens, sein Wohl ist das Ziel unseres Tuns. Der Staat, seine Vertreter und Organe haben nur dann eine Berechtigung für ihre Aufgaben, wenn sie diesem Ziel auch folgen (oder wenn es uns gerade zufällig in den Kram passt). Daraus folgen Pflichten des Staates gegenüber den Menschen – und damit meinen wir, den gottesfürchtigen und kaisertreuen Männern–, die in diesem Staat leben oder mit ihm zu tun haben.

Der Staat und die ihn stützende Gesellschaft haben für die Bewahrung von Freiheits- und Menschenrechten  zu sorgen (und damit meinen wir unser Recht auf Ruhm und Ehre und darauf, aufmüpfigen Weibsleuten und Habenichtsen zu zeigen, wo der Hammer hängt).  Das für unsere Gesellschaft gefährlichste und langfristig existenzielle Problem ist der schleichende und stetige Abbau der Bürgerrechte (also unserer Rechte auf eine kostengünstige Breitbandverbindung direkt in unser Zimmer im Keller des Hauses unserer Eltern), der demokratischen Teilhabe (also der Pflicht von Weibsleuten, unsere YouPorn-Fantasien zu erfüllen) sowie der Verlust von Freiheit (also unseres Rechtes, menschenverachtende Meinungen zu äußern und dafür als Vorkämpfer der Meinungsfreiheit gelobt zu werden).

Politik sollte auf sachlichen Entscheidungen beruhen (und damit meinen wir, auf dem, was wir für richtig halten). Unser Menschenbild ist geprägt von dem Ideal eines mündigen, aufgeklärten und eigenverantwortlichen Menschen (also gottesfürchtigen und kaisertreuen Mannes), der in einer freien (nicht von Weibsleuten verdorbenen), humanistischen (auf weiße Männer zugeschnittenen) Gesellschaft lebt. Der Staat hat die Aufgabe, die grundsätzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen um die freie Entwicklung der Gesellschaft und der Menschen (der gottesfürchtigen und kaisertreuen Männer) sicher zu stellen. Unser Ideal ist daher eine sachliche (von uns bestimmte), humanistisch geprägte (männlich dominierte), liberale (prinzipienlose) und soziale (auf unser eigenes Wohlergehen ausgerichtete) Politik.

Wir wollen den Menschen unsere Schwerpunkte nicht als allheilbringende Botschaft vorgeben (sondern wir wollen, dass sie uns so sehr bewundern, dass sie freiwillig tun, was wir sagen). Vielmehr wollen wir durch freie Bildung (Wikipedia und vor allem WikiMANNia und World of Warcraft), die auch soziale und emotionale Aspekte des Menschseins (die Verpflichtung von Weibsleuten, Sex mit uns zu haben) einschliesst, in den Menschen die Fähigkeit und das Streben fördern, frei, gebildet und selbstbestimmt sein zu wollen.

Ein freier Mensch kann nur existieren, wenn er frei von Zwängen ist (Weibsleute, vor allem unsere Mamas, haben uns gar nichts zu sagen). Das befreit den Menschen aber nicht von Verantwortung. Alle Rechte, die man als Bürger innehat, enthalten gleichzeitig die Pflicht, sie nicht gegen die Gesellschaft anzuwenden (und mit Gesellschaft meinen wir uns, und die Pflicht haben selbstverständlich nur die anderen, vor allem die Weibsleute und Habenichtse). Die Erkenntnis, dass die eigene Freiheit ihre Schranken in der gleichen Freiheit der Anderen (also uns) hat, ist Grundlage einer freien und gleichzeitig solidarischen Gesellschaft. Freiheit bedeutet dabei die Bewahrung der Grundrechte der Menschen (also der gottesfürchtigen und kaisertreuen Männer).

In Freiheit kann ein Mensch auch nur dann leben, wenn er die eigene Privatsphäre frei gestalten kann (also Pornos gucken und sexistische Kommentare ins Internet schreiben kann, wann er will), ohne Überwachung, Beeinflussung oder äußere Kontrolle, gleich ob durch die eigene Mutter, andere Weibsleute, oder Berliner Piraten, die klüger und beliebter sind als wir.

Zur Freiheit gehört auch die Möglichkeit, seine grundsätzliche Existenz zu sichern. Dazu braucht es ein stabiles, faires und offenes Sozialsystem (d.h., wir verlangen gut bezahlte Jobs) und die Sicherung einer stabilen und intakten Umwelt (alles soll wieder so werden, wie früher).

Eine freie Gesellschaft braucht gebildete Menschen (das sind natürlich wir, und nicht diese Intellektuellen Berliner mit ihrem „Wissen“ und ihrer „politischen Arbeit“). Der Zugang aller Bürger zu Bildung (Wikipedia) und Information (YouPorn) ist einer der fundamentalen Pfeiler einer stabilen Demokratie. Nur Bildung für alle bringt nachhaltig soziale Gerechtigkeit (und damit meinen wir, dass die Habenichtse nichts von unserem Taschengeld abhaben sollen).

Menschen sind nur dann frei, wenn sie die Gesellschaft und den Staat aktiv und bewusst mitgestalten können (wenn also die Anderen alles tun müssen, was wir wollen). Zwingende Grundvoraussetzung hierfür ist, dass politische Strukturen übersichtlich und klar sind (wir fordern Klüngelei in Kreisverbänden statt ständiger Mitgliederversammlung); eine Stärkung der Mitbestimmungsmöglichkeiten ist unabdingbar (wir bestimmen, ihr macht mit). Volksabstimmungen und Verbesserungen des Wahlrechtes, ein Ausbau der Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Abgeordneten und Bürgern, um politische Entscheidungen im voraus beeinflussen zu können zählen für uns zu den zentralen Voraussetzungen für demokratisches Handeln und menschliche Freiheit (um ehrlich zu sein, wissen wir nicht, was dieser Satz bedeutet, wir haben mal gehört, wie unser Papa das beim Abendbrot gesagt hat).

Unsere Gesellschaft verändert sich ständig weiter (d.h., wir werden immer ansrpuchsvoller). Die Politik muss dem folgen, und zwar zack, zack. Unser Ideal einer Partei, aber auch eines politischen Systems ist daher ein System im ständigen Wandel (also ein System, das auf jede unserer Launen eingeht). Wir wollen das Rad nicht zurückdrehen, sondern die von vielen ignorierte, aber immer existente Dynamik der gesellschaftlichen Veränderung in die Politik einbringen (und das wollen wir, in dem wir das Rad zurückdrehen, aber YouPorn und World of Warcraft behalten).

Wir stehen für Gleichbehandlung (und damit meinen wir Ungleichbehandlung) durch den Staat, seine Vertreter und Organe. Denn weder sind wir alle gleich (wir sind z.B. besser), noch wollen wir alle gleich machen (die Weibsleute sollen in der Küche und im Schlafzimmer bleiben, wo sie hingehören). Wir wollen jedoch, dass alle (also wir) gleich (also besser) behandelt werden und die gleichen (also bessere) Chancen haben.

Der Respekt vor der Pluralität (also vor uns und unseren Penissen) muss jedem Einzelnen, der Gesellschaft und dem Staat zu eigen sein. Die Würde jedes Einzelnen (also uns und unseren Penissen) ist unantastbar. Dazu gehört es, jeden (uns) in seiner Unterschiedlichkeit gleich zu behandeln.

Eine freie Gesellschaft kann nicht ohne eine zukunftsfähige und am gesellschaftlichen Gesamtwohl orientierte Wirtschaft existieren (mit anderen Worten, wir wollen reich sein). Wir bekennen uns daher zu den Idealen einer sozialen Marktwirtschaft (also einer Marktwirtschaft, die uns wohlhabend macht und den Habenichtsen zeigt, wo der Hammer hängt).

Wir Mitglieder des Habsburger Kollegiums sehen uns als Piraten, die nach diesen Zielen streben, für diese Ziele innerhalb der Piratenpartei werben und daran arbeiten, dass die Piratenpartei diese Ziele in die Gesellschaft und die Politik einbringt, zum Wohle aller. Wir kämpfen für eine freie Gesellschaft mit mündigen, selbstbestimmten, gebildeten und engagierten Bürgern (ihr wisst Bescheid, wen wir meinen) in einem demokratischen und sozialen Rechtsstaat (vor allem Rechtsstaat, demokratisch und sozial muss nicht sein).

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